Bitte Abstand halten

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Schon seit Wochen hört man gebetsmühlenartig immer dasselbe »bitte ein bis zwei Meter Abstand halten«. Natürlich hält sich der Großteil daran, man will ja nicht krank werden und wie die ständig wiederholt gezeigten Bilder, an einer Beatmungsmaschine hängen. 

Die Angst hat uns fest im Griff. Nichts ist mehr wie vor dem »Virengau«. Die Menschen umkreisen sich misstrauisch, dort wo vorher fröhlich geplaudert wurde, geht man sich aus dem Weg. Aus der Distanz fragt man, wie es einem geht, aber eigentlich will das niemand mehr wissen, zu groß ist die Sorge um die eigene Gesundheit. 

Der Mensch, ein durch und durch soziales Wesen geht in die Isolation, muss Kontakte meiden und die meisten Menschen fragen sich, ob sowas wie Normalität je wieder in unseren Alltag einkehren wird. 

Er wird, aber ganz langsam. Zu oft wird den Menschen von allen Medien eingetrichtert, Abstand zu halten, von den anderen entfernt zu bleiben, das wird sich in unser Gedächtnis einprägen. Und einiges wird bleiben, im besten Fall, sich beim Nachhausekommen die Hände zu waschen, eine Maske zu tragen, wenn man krank ist, um andere zu schützen und generell mehr auf sich zu achten. Im schlimmsten Fall andere Menschen misstrauisch zu beäugen, wenn sie schnupfen oder husten, kranke Menschen generell zu meiden, mehr auf sich selbst bedacht zu sein als sich um den anderen zu kümmern.

Traditionelle Begrüßungsgesten wie die geliebten Küsschen, werden vielleicht durch andere ersetzt werden und irgendwann wird es sie wieder geben. Bis dorthin müssen wir uns in Geduld  und unsere Empathie üben, nicht an den Verboten und der aufgezwungenen Einsamkeit verzweifeln. Es werden wieder andere Tage kommen und vielleicht schätzen wir dann unsere Freiheit  und die Rituale des Alltags ein klein wenig mehr. 

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