Glaubenssätze

  • Beitrags-Autor:
  • Beitrags-Kategorie:Allgemein
  • Beitrags-Kommentare:0 Kommentare

Manchmal gelingen uns Dinge von denen wir geglaubt haben, dass sie niemals gelingen können. Dann ist man stolz, weil man über seinen persönlichen »Schatten« gesprungen ist dh seine persönlichen Glaubenssätze ignoriert hat.

Mit Glaubenssätzen werden wir erzogen – sie werden uns als Wahrheit impliziert und wir nehmen sie als diese an, weil wir als Kinder ja keine andere Chance haben. Diese Glaubenssätze begleiten uns dann ein ganzes Leben und was fast noch schlimmer ist, wir hinterfragen sie nicht und halten an ihnen fest, weil wir glauben, dass sie wahr sind (deswegen das Wort Glaubenssätze). Wie aber können wir etwas als wahr empfinden, das andere uns über uns erzählen, anstatt auf uns selbst zu hören, auf das, was wir selbst wissen über uns, unsere Erfahrungen, was wir daraus gelernt haben und, was noch wichtiger ist, über unsere Empfindungen, unsere Gefühle? Doch genau hier lauert die große Gefahr, denn Gefühle werden erlernt.

Man kann Emotionen von Gefühlen unterscheiden. Unter Emotionen versteht man die Emotionen mit denen jeder Mensch in seiner genetischen »Grundausstattung« geboren wird.  Dazu gehören laut Ekman Freude, Wut, Ekel, Furcht, Verachtung,Traurigkeit, Überraschung. Das sind Emotionen, die Menschen, unabhängig wo sie geboren wurden und wie sie aufgewachsen bzw. sozialisiert worden sind, weltweit »lesen« können. 

Im Gegensatz dazu sind Gefühle erlernt dh WIE wir mit Trauer umgehen, mit Wut, Verachtung, Angst, Ekel, Überraschung  oder Freude. Daraus entwickeln sich innere Modelle, die wir nach dem Prinzip unseres Gehirns entsprechend wiederholen und die sich vom Bewusstsein ins Unterbewusstsein verlagern. Das bedeutet, wir haben sie, genau wie das Erlernen von Rad fahren, Auto fahren oder dem Spielen eines Instruments verinnerlicht und das Gehirn hat sie auf »abrufbar« gestellt. 

Beliebte Glaubenssätze sind:

  • Was Hänschen nicht lernt lernt Hans nimmermehr
  • Das werde ich nie begreifen
  • Das werde ich nie lernen
  • Das darf man nicht tun
  • Mit dem Rauchen, Trinken, ungesunden Essen … werde ich nie aufhören können
  • Ich bin eine Frau/ein Mann wie soll ich das können?
  • Das liegt bei uns in der Familie
  • Das liegt in meinen Genen
  • Ich bin nicht beziehungsfähig
  • Erst die Arbeit dann das Vergnügen
  • Nichts zu tun ist vergeudete Zeit
  • Um geliebt zu werden muss ich mich entsprechend verhalten
  • Ich muss Konflikte vermeiden
  • Ich darf nicht NEIN sagen

Hier fällt auf, dass diese Glaubenssätze  nicht nur Einfluss darauf nehmen, wie ich Menschen, die Umwelt und die Wirklichkeit wahrnehme, sondern auch wie ich mir meine Welt konstruiere, mir Vorstellungen von ihr mache, dementsprechend handle und mich generell zur Welt verhalte. 

Die Folgen können manchmal drastisch sein und sich in Hoffnungslosigkeit, Hilflosigkeit, Wertlosigkeit, Bedeutungs- und Sinnlosigkeit äußern.

Ganz im Sinne von Epiktet, einem griechischen Philosophen 

Es sind nicht die Dinge die uns  beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.

Hier fällt auf, dass diese Glaubenssätze nicht nur Einfluss darauf nehmen, wie ich Menschen, die Umwelt und die Wirklichkeit wahrnehme, sondern auch wie ich mir meine Welt konstruiere, mir Vorstellungen von ihr mache, dementsprechend handle und mich generell zur Welt verhalte.

Die Folgen können manchmal drastisch sein und sich in Hoffnungslosigkeit, Hilflosigkeit, Wertlosigkeit, Bedeutungs- und Sinnlosigkeit äußern.

Wie aber kann ich mich meiner Glaubenssätzen entledigen? 

Indem ich sie mir bewusst mache – einen nach dem anderen – sie selbstkritisch hinterfrage, sie analysiere und meine Gedankenmodelle steuere und ändere. 

Im Coaching lernt man, tatsächliche Gefahren von eingebildeten zu unterscheiden und durch kluges Reflektieren eine Menge an Lebensqualität zu gewinnen und unnütze Gedankenspiralen, die das Leben unnötig schwer machen, zu unterbrechen.

 

Schreibe einen Kommentar